Das „Blaue Band vom Strelasund 2026“ empfängt uns mit im grauen Kostüm bei ruppigem Wind und Strom aus Nord und kabbeligen Wellen. Ziemlich ungünstig für die ca. 12 Seemeilen lange Strecke von Stralsund nach Neuendorf auf Hiddensee.

Doch das Startteam vom „Segelverein Maritimer Verein Stralow e. V.“ hat eine sehr lange Startlinie in Ost-West-Richtung aufgebaut und das ist auch notwendig, bei 65 Booten, die gleichzeitig starten sollen. Schon am Vorabend wurde eine Bahnverkürzung angesagt, da das sehr schmale, an beiden Seiten flache Hiddensee-Fahrwasser bei Nordwind nicht segelbar ist.

Am Start sind Jollen, Jollenkreuzer, Mehrrumpfboote, die traditionellen Zeesboote, die in Stralsund sehr starke Klasse Albin Express und Kielboote in verschiedenen Längenkategorien.

Die fünf gemeldeten IF-Boote sind in der Bootsklasse III „Kielboote bis 8,50m Länge“ mit insgesamt 12 Booten. Mit dabei sind der diesjährige Gewinner des Stralsunder IF-Boot Pokales Martin Füssel mit seiner Jonathan, Markus Catenhusen mit dem lindgrünen Krokodil, die rote Lille Vind mit Eurer Obfrau, Renate Habrich mit ihrer frisch erworbenen Frieda und Carsten Hausmann mit Pauli.

Und schon geht es mit einem Kanonenschuss der Stralsunder Stadtwache los. An der Startlinie legt das Krokodil einen riskanten, aber erfolgreichen Start hin und mogelt sich direkt am Staatsschiff in die vorderste Luvreihe, was einen immensen Vorteil erbringt zum Beispiel mir gegenüber, die in Lee von einem Zeesboot denkbar schlechte Karten hat.

Doch los geht die wilde Kreuz und wir treffen uns wieder und wieder auf unterschiedlichen Schlägen und fast alle Boote bleiben ständig in Sichtweite. An Tonne 60 erwartet und dann das Zielschiff, welches außerhalb der Fahrrinne mit einer Fahrwassertonne die Ziellinie gebildet hat.

Schnellstes IF-Boot wird das Krokodil, gefolgt von der Jonathan und von der Lille Vind, dann Frieda und zuletzt Pauli. Innerhalb der nicht yardstickbereinigten Bootsklasse belegt Markus Catenhusen den dritten Platz nach Zieleingang und bekommt einen sehr schönen Pokal. Herzlichen Glückwunsch!

Nach der Motorfahrt nach Neuendorf liegen drei IF-Boote im Päckchen und eines hat einen wunderbaren Liegeplatz im Fischereihafen bekommen. Es gibt einen wunderbaren Empfang vom Hiddenseer Verein „De Süder“, die Siegerehrung und anschließend Musik und Tanz bis spät in die Nacht.

Zwischendurch gehen einige noch den kurzen Weg zum westlich liegenden Sandstrand und genießen schwimmend das nun im August nicht mehr so kühle Ostseewasser, denn zwischenzeitlich zeigt sich auch der Blauanteil des Blauen Bandes und das mit einem makellosen Himmel, fast ohne Wolken. Das graue Kostüm ist schnell vergessen.

Und alle freuen sich schon auf das Blaue Band 2027 und wünschen sich gegenseitig weiterhin eine schöne Segelsaison.

Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich bald noch ein paar IF-Boot Fotos hinzufügen kann!

Eure Obfrau und Reviervertreterin Boddengewässer und Rügen
Marina