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Deutsche IF-Boot Klassenvereinigung e.V.

Die Marieholm 26

 

Das Boot

 

Die Segler wollten ein Fahrtenboot mit mehr Platz im Inneren, aber ähnlich im Stil des beliebten IF-Bootes. Das hat Tord Sundén dazu gebracht, seinen Entwurf anzupassen und in gewisser Weise das IF-Boot auch neu zu konstruieren.

Als ein sicheres Fahrtenboot für die Familie mit Kind entstand die Marieholm 26.

 

Technische Daten

 

Länge ü.a.: 8,00m

Breite: 2,20

Tiefgang: 1,24m

Gewicht: ca. 2,5t

Ballastanteil: 51%

Höhe Innenraum max.: 1,58m

Segelflächen: wie IF-Boot

 

Die Geschichte

 

Auf der Grundlage des IF-Bootes

 

Die Rumpflänge wurde im Vergleich zum IF-Boot um nur 15 cm auf 8 m verlängert. Der Kielbereich wurde ein wenig voluminöser gestaltet, um den Ballastanteil in Form eines in die GFK-Rumpfschale eingesetzten, mit 1,25 t etwas schwereren Eisenkiels aufnehmen zu können. Die Marieholm bringt es damit insgesamt auf knapp 2,6 t.

Augenscheinlicher sind die Veränderungen im Überwasserbereich, die Tord Sundén vorgenommen hat.

Der Decksprung wurde nur kaum merklich reduziert. Deshalb und durch den langen Aufbau mit je einem zusätzlichen Fenster im Bereich der Vorschiffskojen sieht die Marieholm 26 ebenso elegant aus wie das IF-Boot. Das Cockpit wurde nach achtern verlegt und schließt mit dem Heck ab, sicherlich die radikalste Veränderung, die aber erst einen verlängerten Aufbau mit  spürbar mehr Raum ermöglichte. An Backbord wurde der zusätzliche Platz für den Einbau einer kurzen Pantry effektiv genutzt. An Steuerbord fanden neben einem Schrank mit Staumöglichkeiten eine sehr lange Koje, die teilweise bis unter die Cockpitducht reicht, ihren Platz. Die Kajüte wurde angehoben, wodurch mehr Kopffreiheit im Innenraum, mehr Höhe im Vorschiff über der Doppelkoje und auch ein besserer Schutz in der Plicht hinter dem höheren Schott bei merklich gesteigertem Komfort geboten wird. Als ultimatives Attribut eines konsequenten Fahrtenschiffs erhielt die Marieholm 26 serienmäßig eine Einbaumaschine, die von innen sehr gut erreichbar unter dem breiten Brückendeck und dem selbstlenzenden Cockpit, das Boot auf etwa 6.5 kn Fahrt antreiben kann.

Natürlich mussten all diese Veränderungen bei nur geringster Rumpfverlängerung zu lasten der legendären Segeleigenschaften des IF-Bootes gehen.

Die Marieholm 26 fährt langsamer, und das auch wegen des serienmäßig festen Schiffspropellers, der in einem Propellerbrunnen das Ruder direkt anströmt- der Radeffekt unter Motorfahrt ist deutlich. Sie ist nicht so agil und dreht etwas träger durch die Wenden. Sie segelt also spürbar behäbiger. Vor allem hohes Crewgewicht, in der Plicht- baubedingt  in den Heckbereich verlagert,- kann sich durch Fahrtverlust bei geringeren Windstärken bemerkbar machen.

Aber: Die Marieholm 26 geht ebenso wie das IF-Boot butterweich durch die Wellen und nimmt doch weniger Wasser über. Sie vermittelt dem Skipper das Gefühl, ein größeren Boot zu segeln. Der Ruderdruck nimmt mit zunehmender Kränkung ab und tendiert gegen Null, so dass der Skipper die Pinne loslassen kann und das Boot stabil auf Kurs bleibt. Langkielertypisch ist kein „Sonnenschuß“ zu befürchten.

So vermittelt auch die Marieholm 26 puren Segelspaß, vor allem wenn es etwas mehr weht.

 

Tord Sundén hat mit der Marieholm 26 ein weiteres stolzes Mitglied der Folkebootfamilie geschaffen: in seiner Konstruktion konsequent gestaltet, stabil und seetüchtig ausgeführt, schiffig und elegant in seiner Erscheinung und natürlich einhandtauglich.

 

 Die Konstruktion der Marieholm 26

 

Die Bauweise ist weitgehend identisch mit der des IF-Bootes:

Der Rumpf besteht aus einer rechten und einer linken Rumpfschale, die miteinander verklebt und laminiert wurden. In diesen Rumpf wurde der einteilige Eisengussballast versenkt und eingegossen. Die Deckschale wurde auf den Rumpf aufgesetzt und sorgfältig anlaminiert.

Die im Handauflegeverfahren hergestellten Laminate sind großzügig dimensioniert und machen das Boot sehr stabil und langlebig. Auf jeder Rumpfseite versteifen durchgehende Stringer den Rumpf zusätzlich.

Eine Innenschale ist nicht vorhanden. Sicherlich ist der Innenraum dadurch nicht so "clean" wie bei moderneren Bootsbaukonstruktionen, aber jeder Bereich des Bootes im Inneren ist dadurch erreichbar, und Reparaturen und Refitmaßnahmen gestalten sich einfacher.

Beim Innenausbau orientierte sich die Werft am Design des IF-Bootes, und so wurde im Sichtbereich größtenteils Teak verwendet.

Das Rigg ist identisch mit dem des IF-Bootes.

Der Mast steht ebenfalls auf dem Aufbau über einer breiten, einlaminierten Holztraverse, die an Backbord und Steuerbord auf einem Hauptschott ruht, das die Riggkräfte sicher in den Rumpf einleitet.

Serienmäßig wurde ein 7,5 PS Volvo-Penta Bootsdiesel mit Einkreiskühlung eingebaut.

 

Auch dieser Bootstyp wurde variantenreich bezüglich der technischen Ausstattung ausgeliefert, z.B.: Vorstagsausführung, Winschenausstattung, Zweikreiskühlung, Pantry (Kocher, Kühlaggregat), Heizung, Frischwassertank, Einbauschrank, Teakauflagen im Cockpit.

 

Die Marieholm 261

 

Die Marieholm 26 wurde nochmals konstruktiv mit dem Ziel überarbeitet, das Boot innen noch geräumiger und komfortabler zu gestalten und um vor allem mehr Stehhöhe im Salon zu schaffen.

Durch eine veränderte Decksschale, die keinen Deckssprung mehr aufweist und mit einer nahezu vertikalen Kante über der Rumpfaußenkante versehen höher über dem Rumpf sitzt, bringt es die 261 auf eine für dieses Schiff erstaunliche Stehhöhe von 1,76m und auch ein Ankerkasten konnte nun im Vorschiffsbereich untergebracht werden.

Durch diesen Kunstgriff erhöhte sich allerdings das Gewicht dieses Bootes auf 3,2t.

Die 261 wurde in deutlich geringeren Stückzahlen als die 26er gebaut.

 

Marieholm 26 und 261 als Gebrauchtboote

 

Die Marieholm 26 wurde ab 1976, die Marieholm 261 ab 1982 und beide Typen bis 1987 produziert.

Leider gibt es bisher für diese beiden hervorragenden Boote noch keinen enthusiastischen Neuanfang wie beim IF-Boot mit Peter Grönlund geschehen.

Also müssen sich Interessenten auf dem Gebrauchtbootmarkt umsehen. Aber das lohnt sich.

Wie das IF-Boot kann auch die 26 und 261 durch ihre hervorragende Bausubstanz ein lohnendes Refit-Objekt sein. Prinzipiell sind die Boote auch nach etwa 40 Jahren in Ihrer Struktur gesund. Weichgetretene Decks und Delaminierungen kennen sie nicht. Bautechnisch bedingt können auch bei ihnen keine Probleme im Kielbereich auftreten.

Allerdings ist davon auszugehen, dass die inzwischen in die Jahre gekommenen Dieselmotoren mindestens eine Generalüberholung nötig haben. Angeraten sei, über den Austausch gegen eine neue und leistungsstärkere Maschine nachzudenken, für deren Einbau in der Regel ausreichend Platz zur Verfügung steht.

Wie bei allen älteren GFK-Booten können auch diese Rümpfe unterhalb der Wasserlinie von Osmose betroffen sein. Doch selbst dann sollte eine Sanierung auf Grund der Unverwüstlichkeit dieser Boote sinnvoll sein und damit weitere Dekaden Segelfreuden mit der Marieholm ermöglichen.

 

Der wachsende Status dieser Konstruktion von Tord Sundén als eine Reminiszenz an eine traditionelle, werteorientierte Bootsbauentwicklung und damit als ein zuverlässiges und optisch zeitlos anmutendes Segelgefährt mit klassischen Linien, wird ihr sicherlich auch in Zukunft eine treue Fangemeinde und engagierte Eigner bescheren.

Auch das haben die Marieholm 26 und Marieholm 261 mit ihrer Schwester, dem IF-Boot gemeinsam.

 

Die Klassenvereinigung und die Marieholm 26 261

 

Eigner der IF-Boot-Variante sind eng mit der Klassenvereinigung verbunden und sind bereits Mitglieder unseres Verbunds. Wir werden diese Rubrik weiter ausbauen und hoffen auf Zuwachs an begeisterten Seglern der M 26 und 261.

 

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