Reviervertreter Tegel
Bertram Nickel

Bertram Nickel

„Kurt-Weck-Preis“ des TSC 2013

Bericht zum „Kurt-Weck-Preis“ des TSC von der Crew der „Woodstock“.

Wer zu einer Wettfahrt meldet bekommt vom Veranstalter ein Programm überreicht wo alle möglichen Informationen zum Ablauf der Regatta stehen. Genannt werden Wettfahrtleiter, Schiedsrichter, Regeln, Zeiten, Bahnkarte und auch die freundlichen Damen der Startschiff Crew. Aber zum Programm komme ich an gegebener Stelle noch einmal zurück. ☺
Nun wollen wie erst einmal segeln gehen, pünktlich am Samstag schickte uns Wettfahrtleiter Felix Krabbe auf die Bahn. Der Wind blies dieses mal aus westlichen Richtungen mit guten 3 Bft in Spitzen 4. Unser Start glückte uns wieder einmal überhaupt nicht und wir konnten zu schauen, wie Carsten vor Rene und Martin nacheinander die Tonne 1 rundeten.
Bei noch 2 1/2 verbleibenden Runden, sollten wir an diesem Zustand etwas verändern. Gesagt getan, wir nutzten unsere Chancen. Der Spi zog gut und wir hatten es nun doch geschafft, uns vor dem letzten Downwind Kurs hinter Carsten zu platzieren. Carsten aber Downwind zu überholen schien aussichtslos. Da hätte die Spi-Crew von Carsten schon patzen müssen.
Platz zwei warum nicht, das spornt an. Carsten und Crew, mit dem direkten Ziel vor Augen, steuert auch direkt, welches am Startboot hinter der Tonne 3 lag, also unter Spi zu durchlaufen war. Doch was war mit Tonne 3? Links oder rechts passieren, egal oder besser gesagt, einfach ausblenden. Mit Spi durchs Ziel schien eh schon ungewöhnlich genug. Äh, und nun wieder zum Programm.
Da gib es nämlich auch ein Kursblatt, wo alles geschrieben steht, wie rum man den Kurs abzusegeln hat. So auch die letzte zu rundende Tonne 3 vor dem Ziel.
Nach freundlichem Hinwies unsererseits, wussten die drei Herren auf der „Libelle“ nun nicht so genau, ob dieser ernst gemeint war (das Programm war auch nicht sofort griff bereit), bargen den Spi kurz vorm Ziel und nahmen einen erneuten Anlauf, um die Tonne 3 auf der richtigen Seite zu lassen. Solidarisch erklärte sich auch Martin, der diese besagte Tonne ebenfalls an der falschen Seite passierte.
Somit bekamen wir den „Sieg“ frei Haus ☺. Das kann halt auch erfahrenen Regattaseglern passieren. An dieser Stelle ein kleines Dankeschön von Woodstock.

Nach kurzen Erholungspausen wurden wir noch zu zwei weiteren Rennen auf die Piste geschickt. Es folgten wieder spannende Kämpfe um die Positionen, wo auch immer mal der eine oder andere Mitstreiter auftauchte, bei dem, durch einen guten Start, die Platzierung an der Luvtonne zu erheblichen Glücksmomenten geführt haben sollte. Die Meldezahl hat sich immerhin doch noch auf 10 IF-Boote gesteigert und das nach so düsteren Aussichten. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank für alle, die mitsegeln konnten. Der Wind wehte nach wie vor aus West mit 3 Bft, so dass sich die Spinnacker auch für die nicht so geübten Fahrer sicher bändigen ließen.

Man konnte den Tag bei einem kleinen Imbiss, einem gepflegtem Bierchen und einer Menge „Klönschnack“ im TSC auf der Terrasse ausklingen lassen.

Der Sonntag empfing uns erheblich kälter, aber immerhin wehte der Wind, wieder aus West mit ähnlicher Stärke.
Da wir am Samstag die anderen beiden Regatten auch für uns entscheiden konnten, mussten wir versprechen, am Sonntag mit älterem Material zu erscheinen.
Also wurde entschieden den alten „North“ Spi aus dem Jahr 1984 zu benutzen. So wurde der alte „Opa“ gezwungen seine alten Schultern noch einmal in den Wolken verhangenden Himmel zurecken.
Wir haben unseren Skipper Herbert noch einmal richtig eingepeitscht, endlich mal wieder einen guten Start hinzulegen. Wir hatten Erfolg, er kann auch gut Starten. Der “Opa“ (der Spi, nicht der Herbert) hat gehalten und so waren wir schon nach gut einer Stunde wieder fertig.
Einen internationalen „Touch“ gab dieser Veranstaltung die Teilnahme unserer beiden segelnden Franzosen André und René, letzterer konnte sogar den Wanderpreis “Bestes IF-Boot ohne Spi“ erkämpfen.
Besondern Dank auch an drei Teams, die die Reise von der Unterhavel zu uns auf sich genommen haben.
Unerwähnt sollte auch nicht Hermann von der „Nordseeküste“ bleiben, der, bedingt durch ein 14 PS starkes Handicap, immer wieder zu den Klassenregatten antritt und dort mit viel Freude dabei ist.
Diejenigen, die durch die unterschiedlichsten Gründe dieses Jahr nicht teilgenommen haben möchte ich bitten, kommt und segelt. Es wird immer einen geben der gewinnt und welche die das Feld jagen.☺
Aber wenn keiner mehr segelt haben wir alle verloren.
In diesem Sinne,

mit freundlichen Grüßen
Robert 
GER 3457 „Woodstock“

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